Unser Ziel ist es, für den gesamten Landkreis einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen.
Die Entwicklung der Energiekosten wird für immer mehr Bürgerinnen und Bürger zu einer enormen Belastung. Schon heute sind deshalb viele Menschen auf einen attraktiven und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Die Entwicklung lässt erwarten, dass die Tendenz, auf öffentliche Verkehrsverbindungen zu wechseln noch steigen wird.
Neben den finanziellen Aspekten werden auch zunehmend ökologische Gründe zur Schaffung eines verbesserten öffentlichen Nahverkehrs in den Vordergrund treten. Die aktuelle Diskussion über die Notwendigkeit der CO2-Reduzierung, um einem Klimawandel entgegen zu wirken, ist für einen Flächenlandkreis Verpflichtung und Herausforderung, ein verbessertes öffentliches Nahverkehrsangebot zu schaffen.
Reines betriebswirtschaftliches Denken und kostenfixierte Haushaltspolitik sind beim öffentlichen Nahverkehr fehl am Platz! Der gesellschaftliche und ökologische Nutzen muss dem Landkreis etwas wert sein: Verkehrsentlastung, Mobilität für jüngere und ältere, Klimaschutz.
Bahnen, Busse und Anruflinientaxis sind die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Deshalb müssen sie in den Mittelpunkt der Verkehrspolitik des Landkreises gerückt werden.
- Die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in unserem Landkreis kann erheblich durch folgende Maßnahmen gesteigert werden:
- Ausdehnung des MVV auf den gesamten Landkreis
- Ausbau der S7 nach Geretsried
- Bessere Verknüpfung von Bahnen, Bussen und Anruflinientaxis.
- Öffentlicher Personannahverkehr muß in Zukunft bedeuten:
- kurze Taktzeiten
- gute Anbindungen
- schnelle Bahnverbindungen (S-Bahn Geretsried - Wolfratshausen - München, Bahnstrecken Kochel - München und Lenggries - Bad Tölz - München)
- kostengünstige und umweltschonende Alternativen zum teurer werdenden Individualverkehr im Auto
- kostenlose Fahrradmitnahme
- Einsatz von Erdgasbussen bei den Regional- und den Stadtbussen
- lesbare Fahrpläne an den Haltestellen
Damit bieten wir eine Alternative zum Auto in einem Landkreis, der eine der höchsten Pkw-Zulassungszahlen aufweist und bereits jetzt unter starkem Berufs- und Naherholungsverkehr leidet.
Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs bedeutet aktive Wirtschaftsförderung. Das jetzige Nebeneinander der Tarife von Oberlandbahn, RVO, MVV und Bahn sowie der jeweiligen Fahrpläne schreckt Fahrgäste ab. 35 Jahre nach der Gebietsreform muß die Ungleichbehandlung zwischen Nord- und Südlandkreis endlich überwunden werden!
Unser Motto: „Ein Landkreis, ein Fahrplan, ein Tarif“
- Viele Bürgerinnen und Bürger können oder wollen sich kein Auto leisten und sind auf das öffentliche Verkehrsangebot angewiesen. Das öffentliche Verkehrsnetz im Landkreis muß sich stärker an den Arbeits- und Lebensgewohnheiten der Bürgerinnen und Bürger dieses Landkreises orientieren. Leider erweist sich das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem im ländlichen Raum und nach 20 Uhr als zu gering. Wir streben deshalb einen Ausbau der Nachtbusse am Wochenende und an Feiertagen, die Wiedereinführung der Anruflinientaxis (ALT) sowie den Einsatz von Diskobussen im gesamten Kreisgebiet an.
- Mobilität ist unersetzliche Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Wir fordern für den Landkreis die Einführung eines subventionierten Sozialtickets. Dieses sollen Empfänger von Arbeitslosengeld-II und Sozialhilfe sowie Bezieher von Grundsicherung im Alter unbürokratisch erhalten. Das Ticket soll zur Nutzung aller MVV- und RVO-Angebote im Landkreis berechtigen.
- Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs muß auch Behinderten uneingeschränkt möglich sein.
- Die Sicherheit des Schülerverkehrs ist verstärkt zu beachten.
- Sensible Gebiete im Südlandkreis leiden sehr unter dem zunehmenden Verkehr. Hier setzen wir auf einen klaren Vorrang der Erschließung durch öffentlichen Personennahverkehr, wie zum Beispiel Busse in die Eng und in die Jachenau oder Skibusse.